„Solidarität mit Soldaten“ – Runder Tisch tagte in der Friedrich Ebert Stiftung

Geschrieben von: Redaktion   

Grußworte des Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung Dr. Peter StruckAm 16. bis 17. November straf sich der Runde Tisch "Solidarität mit Soldaten" zum sechsten mal zu einem Workshop. Gastgeber war der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung und ehemalige Verteidigungsminister Dr. Peter Struck.

Solidaritätsinitiative wendet sich an die ARD

Auf Initiative des ehemaligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, wurde Mitte Juni 2010 in Berlin der Runde Tisch „Solidarität mit Soldaten“ gegründet. Zwischenzeitlich zählen mehr als 40 Organisationen und Verbände außerhalb der Bundeswehr zu den Trägern dieser Solidaritätsinitiative, die, bislang ohne typischen administrativem Überbau, sich zum Ziel gesetzt hat, gesellschaftliche Wertschätzung für den Dienst des Soldaten zu fördern.

Mithin war Mitte November erneut Gelegenheit gegeben, sich über das selbst gesetzte Vorhaben zu vergewissern und weitere Schritte mit Blick auf das gesetzte Ziel zu initiieren und zu planen.

Über 40 Teilnehmer aus verschiedenen Initiative und Verbänden waren vertreten.

Dr. Peter Struck, Vorsitzender der Friedrich Ebert Stiftung und ehemaliger Bundesminister der Verteidigung, nutzte anlässlich des Workshops, den die Solidaritätsinitiative an zwei Tagen am Berliner Sitz der Friedrich Ebert Stiftung veranstaltete, die Gelegenheit, um in seinem Grußwort in Erinnerung zu rufen, dass es mit zu den Aufgaben der Verfassungsinstitutionen und der Politik in Deutschland insgesamt zählt, Soldaten „den Rücken zu stärken“ und dafür auch die politischen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Spannende Podiumsdiskussion am Ende des 1. Tages.

Peter Struck, der zu Ende des ersten Abschnitts der Workshops ebenfalls an einer Podiumsdiskussion teilnahm, sagte in diesem Zusammenhang zu, in weiteren Veranstaltungen der Stiftung mit dazu beitragen zu wollen, um Solidarität für die Soldatinnen und Soldaten zu fördern.

Zwei Vorträge, die der Frage zum Verhältnis von Gesellschaft und Militär in Deutschland nachgingen, sortierten aus sozialwissenschaftlicher Sicht die dazu vorliegenden Befunde: Dr. Heiko Biehl, der den Forschungsschwerpunkt „Multinationalität/Europäische Streitkräfte“ am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr (Strausberg) leitet, und Oberstleutnant i. G. Dr. Detlef Buch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik an der Stiftung Wissenschaft und Politik (Berlin) spannten dabei einen weiten Bogen für eine breite Diskussion über Ursachen und Gründe, die für ein vermeintliches „freundliches Desinteresse“ angeführt werden könnten.

Kameradinnen und Kameraden berichten über ich Erfahrungen vor, während und nach dem Einsatz.

Tiefsinnig und nachhaltig schilderten Stabsunteroffizier Marko Libal, Hauptfeldwebel Karine Fiedler und ihr Ehemann, Hauptfeldwebel Martin Fiedler -letztere im Rettungsdienst in einer Vielzahl von Auslandseinsätzen -, Eindrücke und Erfahrungen, die alle drei Soldaten mit ihrer Heimkehr nach einem Auslandseinsatz machen mussten und fügten weitere Überlegungen für die Zukunft an.

Stabsunteroffizier Libal, dessen Erfahrungen in Gefechtssituationen gründen, in denen Kameraden gefallen waren, endete mit Blick auf die eigene Situation als Ehemann mit der Sorge um den Verlust seines Platzes in der Einheit ebenso, wie im gesellschaftlichen Umfeld: „Wahrscheinlich habe ich meinen Platz verloren“, so der junge Stabsunteroffizier am Ende seiner Einlassungen im Plenum.

Workshop 16./17. November 2012 Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Grußworte vom Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung und ehemaligen Verteidigungsminister Dr. Peter Struck.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8192918163/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Moderation von Martin Weinert von der Friedrich Ebert Stiftung und Chrsitian Singer, Karl-Theodor-Molinari-Stiftung e. V.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8192920517/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    40 Inititiative und Organisationen nahmen am Workshop teil.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8194010990/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Christian Thiels aus dem ARD-Hauptstadtstudio über die Rolle der Bundeswehr in den Medien.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8194018686/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Vortrag WissDir Dr. Heiko Biehl, Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr (SOWI)

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8194010190/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Podiumsdiskussion mit Experten.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8192932299/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Zur 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“ hatte der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe für den 16./17. November 2012 nach Berlin eingeladen. Gastgeber war die Friedrich Ebert Stiftung. Der Workshop am 16. November Stand unter dem Motto: "Wie solidarisch ist die Gesellschaft gegenüber ihren Soldatinnen und Soldaten". Begrüßung Dr. Peter Struck, Martin Weinert von der Friedrich Ebert Stiftung und Chrsitian Singer, Karl-Theodor-Molinari-Stiftung e. V. Vorträge: WissDir Dr. Heiko Biehl, Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr (SOWI), HptFw Karina Fiedler, HptFw Martin Fiedler, und Christian Thiels aus dem ARD-Hauptstadtstudio.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8192919681/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Einsatzerfahrungen aus erster Hand. Stabsunteroffizier Marko Libal, HptFw Karina Fiedler, HptFw Martin Fiedler, und als Moderator Christian Singer, Karl-Theodor-Molinari-Stiftung e. V.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8192924713/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Zur 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“ hatte der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe für den 16./17. November 2012 nach Berlin eingeladen. Gastgeber war die Friedrich Ebert Stiftung. Der Workshop am 16. November Stand unter dem Motto: "Wie solidarisch ist die Gesellschaft gegenüber ihren Soldatinnen und Soldaten". Begrüßung Dr. Peter Struck, Martin Weinert von der Friedrich Ebert Stiftung und Chrsitian Singer, Karl-Theodor-Molinari-Stiftung e. V. Vorträge: WissDir Dr. Heiko Biehl, Sozialwissenschaftliches Institut der Bundeswehr (SOWI), HptFw Karina Fiedler, HptFw Martin Fiedler, und Christian Thiels aus dem ARD-Hauptstadtstudio.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8192923921/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    Offene Diskussion am Podium.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8194019444/

  • 6. Sitzung des Runden Tisches „Solidarität mit Soldaten“

    HptFw Frank Eggen, Initiative Angriff auf die Seele, stellt ein Konzept für ein neuartiges Hilfsportal im Internet vor.

    http://www.flickr.com/photos/rtsms/8194020878/

Nicht einfach war es für den Ressortleiter Verteidigung und Sicherheitspolitik im ARD-Hauptstadtstudio, Christian Thiels, im Anschluss daran über die vermeintliche Macht der Medien zu referieren. „Einsätze in den Medien immer ausreichend zu platzieren“, so Thiels, „stehen in Konkurrenz zu allen weiteren politischen Themen, über die zu berichten die öffentlich rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland verpflichtet sind.“ Mit Blick auf die Themenwoche in der ARD "Leben mit dem Tod", die vom 17. – 23. November ausgestrahlt wurde, regten die Soldatinnen und Soldaten noch während des Workshops an, im Zusammenhang mit dem Dienst des Soldaten eine ähnliche Themenwoche in der ARD auszustrahlen. Dazu wurden im Verlauf des zweiten Workshop Tages konkrete Initiativen überlegt. Beabsichtigt ist, sich mit diesem Anliegen an die derzeitige Intendantin der ARD zu wenden.

 

 

Text: Josef König Zeitschrift des Katholischen Militärbischofs, Kompass. Soldat in Welt und Kirche.
Fotos: Frank Eggen, Initiative Angriff auf die Seele 

 
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