Neubiberger Fokus Sicherheitspolitik - München

Geschrieben von: Redaktion   

Teilnehmer 2. Neubiberger Fokus SicherheitspolitikAm 9. März 2011 fand an der Universität der Bundeswehr in München der 2. Neubiberger Fokus zur Sicherheitspolitik statt. Fast 400 Teilnehmer konnten die Kooperationspartner Karl-Theodor-Molinari-Stiftung (KTMS) und die Truppenkameradschaft des Deutschen BundeswehrVerbandes (DBwV) im Audimax der Universität der Bundeswehr in München begrüßen. Der Referent an diesem Tag, der ehemalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe, sprach zum Thema „Gesellschaftliche Solidarität mit der Bundeswehr“.

 

2. Neubiberger Fokus Sicherheitspolitik „Gesellschaftliche Solidarität mit der Bundeswehr: Wunschdenken oder realistische Perspektive?"

Interessierte Teilnehmer im Auditorium

In Anwesenheit des Leiters Studentenbereich der Universität der Bundeswehr München, Oberst Thomas Freitag, begrüßte der Vorsitzende der Truppenkameradschaft an der Uni, Hauptmann Rene Ernst, im Namen der Veranstalter, neben den zahlreich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, auch den Referenten des Tages, Reinhold Robbe. Wer könne besser zur gestellten Thematik, der gesellschaftlichen Solidarität mit der Bundeswehr Auskunft geben, als der ehemalige Wehrbeauftragte, so Ernst. Mit dem von ihm initiierten und moderierten Runden Tisch "Solidarität mit Soldaten" engagiert sich Herr Robbe auch nach seinem ausscheiden aus dem Amt des Wehrbeauftragten für die Belange der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.

Reinhold Robbe und Rene ErnstSo waren der Ausgangspunkt seiner Ausführungen auch seine Erlebnisse im Amt des Wehrbeauftragten, wo er gerade im Rahmen seiner häufigen Besuche der Einsatzkontingente, immer wieder die Erfahrung machte, dass die gesellschaftliche Akzeptanz für die Soldatinnen und Soldaten eine zentrale Rolle spiele. Dazu sei aus seiner Sicht aber mehr Empathie von Seiten der Gesellschaft notwendig. Aber auch die vielfach von Seiten der Politik beschönigende Einsatzdarstellung in der Vergangenheit, habe ihren Teil dazu beigetragen, mahnte Herr Robbe auch selbstkritisch an. Es sei wichtig, der Gesellschaft mit Wahrheit und Klarheit bei der Darstellung der Einsätze zu begegnen. Dass es möglich sei die Gesellschaft für die Solidarität mit den Soldatinnen und Soldaten zu gewinnen, zeigten auch Beispiele unserer Verbündeten. Auch wenn diese über andere historische Rahmenbedingungen verfügen würden, zeigten doch Beispiele aus Großbritannien und den USA, wie diese gesellschaftliche Solidarität gelebt werden könnte. Für wesentlich halte er dabei die Einbindung relevanter Akteure, wie der Kirchen, Gewerkschaften und Verbände, die einen großen Teil zur Förderung der gesellschaftlichen Integration der Soldatinnen und Soldaten beitragen könnten. Dass man durchaus etwas erreichen könne, wenn man auf die Akteure zugehe, zeige das aktuelle Engagement des Deutschen Fußball Bundes (DFB), für einsatzbelastete Soldaten und deren Familien. Der bereits angesprochene Runde Tisch „Solidarität mit Soldaten“, der durch die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung administrativ begeleitet wird, habe in einem Gespräch mit dem DFB Präsidenten Dr. Theo Zwanziger diesen für das Engagement für die Soldatinnen und Soldaten gewinnen können. Unter anderem stelle der DFB seit dem für jedes Länderspiel welches im Jahr 2011 in Deutschland stattfinde, Freikarten für im Einsatz verwundete Soldatinnen und Soldaten sowie für Familien von gefallenen Soldaten zur Verfügung. Diese Initiative werde durch die Soldaten sehr geschätzt und vermittle ihnen unmittelbar das Gefühl der gesellschaftlichen Solidarität, so Robbe.

Reinhold Robbe am PodiumIn der sich anschließenden Diskussion wurden die Punkte durch die Teilnehmer dankbar aufgenommen. Vor allem die Notwendigkeit der Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft war wesentlicher Teil der Debatte. Dabei kamen auch weitere Möglichkeiten zur Sprache, um die Gesellschaft zu erreichen. Dies werde umso notwendiger, schloss Reinhold Robbe die Veranstaltung, da die Aussetzung der Wehrpflicht unmittelbar bevor stehe und damit ein wesentlicher Anker der Bundeswehr in der Gesellschaft verloren ginge.

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung fanden viele der annähernd 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch Gelegenheit zum Gespräch, auch mit dem Referenten und Vertretern des DBwV, bei einem kleinen Empfang.

Nach der gelungenen zweiten Veranstaltung des „Neubiberger Fokus Sicherheitspolitik“, an der Universität der Bundeswehr München, waren sich die Veranstalter einig, dass der dritte nicht lange auf sich warten lassen würde.

 

Weitere Informationen im Internet:

 

Bilder/Text: KTMS

 
joomla templateinternet security reviews