Robbe: Unglaublich schwere Belastung für die Familien

Geschrieben von: Böhme-Zeitung   

Gastgeber, Initiatoren und Mitgestalter der Wanderausstellung „Warum Soldaten?“ (von links): SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil, Oberleutnant Robin Schmidt, Schirmherr Reinhold Robbe, Hauptmann Falko Droßmann (Bundeswehr-Uni Hamburg), Brigadegeneral Klaus Feldmann, Leutnant Tobias Piekatz (Vorsitzender des für die Ausstellung gegründeten gemeinnützigen Vereins).Foto: Böhme-Zeitung/stmAusstellung „Warum Soldaten?“ in der Munsteraner Stadtbücherei. Warum Soldaten? Diese Frage in Munster zu stellen bedeute, „Eulen nach Athen zu tragen“, sagte der ehemalige Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Reinhold Robbe, am Dienstag in der Stadtbücherei Munster vor rund 100 Gästen.

Er sprach als Schirmherr der Wanderausstellung „Warum Soldaten?“, die der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil, Mitglied im Verteidigungsausschuss, gemeinsam mit Munsters Bürgermeister Adolf Köthe eröffnete.

Robbe erinnerte daran, weshalb Deutschland als souveräner Staat Soldaten brauche, und ging auf die Bedeutung gesellschaftlicher Akzeptanz dieser in allen Bereichen ein. „Eine unglaublich schwere Belastung auch für die Soldatenfamilien, zumal nicht alles erzählt werden darf“, äußerte sich Robbe unter dem Eindruck seiner kürzlichen Reise nach Afghanistan.

Robbe, der jetzt auch mit einem „Runden Tisch“ von Institutionen und Interessenverbänden für die Soldaten in Berlin tätig ist, lobte die Initiatoren und Gestalter der Ausstellung. Es ist ein Projektteam mit studierenden Offizieren und Offizieranwärtern verschiedener Studienjahrgänge- und Richtungen der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg, die absolut freiwillig und eigenständig die Ausstellung entwickelten und an bereits fünf Orten zeigten.

Gastgeber, Initiatoren und Mitgestalter der Wanderausstellung "Warum Soldaten?" (von links): SPD-Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil, Oberleutnant Robin Schmidt, Schirmherr Reinhold Robbe, Hauptmann Falko Droßmann (Bundeswehr-Uni Hamburg), Brigadegeneral Klaus Feldmann, Leutnant Tobias Piekatz (Vorsitzender des für die Ausstellung gegründeten gemeinnützigen Vereins)

Einer der zehn Mitglieder des Projektteams, Oberleutnant Robin Schmidt, jetzt Einsatzoffizier in der 3./Panzerlehrbataillon 93, führte in die Ausstellung ein. Sie regt mit beeindruckenden Portraits von Soldaten und Soldatinnen sowie Dokumenten und modernen Medien zum Denken und Dialog an. Das „freundliche Desinteresse“, wie es Bundespräsident a. D. Horst Köhler formuliert habe, solle echtem Interesse in der Bevölkerung weichen, und jeder solle eine eigene Antwort auf die Fragestellung der Ausstellung finden, so Schmidt. Auf das „Warum“ ging auch Oberstleutnant Walter Schulte ein.

Jeder Bürger müsse sich persönlich dieser Frage stellen: einerseits in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft. Andererseits gebe es den Auftrag, den die Volksvertreter den Soldaten erteilt hätten. Stets sei also gemeinsam der Frage nach dem „Warum“ nachzugehen, so der Kommandeur der 93er. „Wir machen in Munster keine Parteiveranstaltung“. Dieses sei eine Sache für ganz Munster, sagte Bundestagsabgeordneter Klingbeil. Dies unterstrichen auch Bürgermeister Köthe und Brigadegeneral Klaus Feldmann als höchster militärischer Repräsentant der Garnison. Die Ausstellung ist bis zum 11. Februar geöffnet.

 

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Text/Foto: Böhme-Zeitung (stm)

 
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